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Rennbericht – Česká Enduro Serie Kouty 2026

Vergangenes Wochenende stand für die Fahrer von ShredERZ e.V. eines der absoluten Saisonhighlights auf dem Programm: die legendäre Station der Česká Enduro Série in Kouty nad Desnou. Das Rennen im Altvatergebirge gilt seit Jahren als echter Klassiker der europäischen Enduro-Szene – und machte seinem Ruf auch 2026 wieder alle Ehre.

Knapp 40 Kilometer Renndistanz, rund 2200 Tiefenmeter und fünf anspruchsvolle Stages verlangten den Fahrern alles ab. Technische Sektionen, ausgefahrene Trails, Highspeed-Passagen und Stein- und Wurzelfelder sorgten für echte EDR-Atmosphäre. Dazu kamen sommerliche Temperaturen und perfektes Wetter, die das Wochenende zwar traumhaft machten, den Energiehaushalt aber zusätzlich belasteten.


Sportlich setzte vor allem Kevin Lindner ein echtes Ausrufezeichen. Mit einer souveränen Leistung sicherte er sich den Sieg in der Klasse Race Men 35–44. Für Kevin war das Wochenende ein echtes „Bilderbuchwochenende“. Traumhaftes Wetter, abwechslungsreiche Enduro-Trails und zwei entspannte Abende mit Freunden am Lagerfeuer machten das Event für ihn nahezu perfekt. Dass am Ende zusätzlich noch der Klassensieg heraussprang, Frau und Kind das Rennwochenende gemeinsam mit ihm erleben konnten und das gesamte Wochenende verletzungsfrei verlief, rundete das Ganze endgültig ab. Sein Fazit fiel daher eindeutig aus: „Eine glatte 10 von 10.“


Für besondere Spannung sorgte einmal mehr das interne Team-Duell zwischen Erik Schreiter und Kevin Lindner. Erik sprach nach dem Rennen von einer „wilden Jagd zwischen Kev und mir“ und kündigte mit einem Augenzwinkern an, ihn „langsam mal kriegen“ zu wollen. Auf den ersten vier Stages fühlte er sich auf den ausgefahrenen Trails richtig wohl und kam hervorragend zurecht. Erst auf der letzten Wertungsprüfung parkte er „kurz im Busch“ und verlor einige entscheidende Sekunden – ausgerechnet auf der Stage, auf der er Kevin hätte schlagen können. Trotzdem stand am Ende ein starkes Resultat mit Platz 18 Gesamt und Platz 11 in der Race-Kategorie Elite Men 19–34 zu Buche. Besonders positiv fiel ihm außerdem auf, wie gut die neuen Teamkits funktionierten: „Perfekt, um aus der Menge rauszustechen.“

Auch Deborah Wimmer blickte begeistert auf das Wochenende zurück. Für sie war Kouty vor allem eines: „lang – länger – Kouty“. Die enorme Renndistanz und die vielen Tiefenmeter machten eine perfekte Energieeinteilung notwendig. Trotzdem überwogen für sie ganz klar die positiven Eindrücke: abwechslungsreiche und spaßige Stages, traumhafte Landschaften und die besondere Atmosphäre im Fahrerlager. Zwar krampften im Ziel mehrfach die Hände, doch das Lächeln sei schnell wieder zurückgekehrt. Besonders genoss sie die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer auf dem Campingplatz. Sportlich belegte Deborah einen starken 6. Platz bei den Frauen. Ein persönliches Highlight war für sie außerdem der gemeinsame Renntag mit Raphaela Richter: „Da können auch 2 Minuten 13 Sekunden Rückstand auf die EDR-Fahrerin die Laune nicht im geringsten trüben.“


Bei den Junioren sammelte Ryan Matthew Richter wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau. Ryan nutzte bereits Freitag und Samstag die komplette Trainingszeit, um die Strecken bis ins letzte Detail zu analysieren und jede Linie zu perfektionieren. Im Nachhinein stellte sich das allerdings als kleiner Pokerschachzug heraus: Die Energiereserven waren am Sonntag bereits früh aufgebraucht. Nach eigener Aussage war die Kraft schon nach Stage 1 nahezu komplett weg. Trotzdem kämpfte er sich mit großem Willen bis ins Ziel und belegte Rang 12 in der sehr starken Race Junioren 17–18 Klasse.


Auch Leopold Petrus stellte sich der starken internationalen Konkurrenz in der Eliteklasse und erreichte Platz 40. In der Hobby-Kategorie fuhr Martin Richter auf Rang 15 der Klasse Hobby Men 19–39.

Martin hatte sich bereits lange auf das intensive Rennwochenende gefreut und trotz arbeitsreicher Wochen auf die Tage in Kouty hingefiebert. Besonders die naturbelassenen Waldbodentrails hatten es ihm angetan: technisch, abwechslungsreich und genau das, was für ihn echtes Endurofahren ausmacht. Gleichzeitig genoss er die gemeinsame Zeit mit Freunden und Gleichgesinnten im Fahrerlager und auf dem Campingplatz. Mit seiner Platzierung zeigte er sich insgesamt zufrieden – vor allem, weil das gesamte Wochenende ohne einen einzigen Sturz verlief. Lediglich die Zeiteinteilung entwickelte sich im Rennverlauf zur Herausforderung. Nach der ersten Stage wollte Martin ursprünglich auf seinen Sohn Ryan warten, um die Transfers gemeinsam zu fahren. Dadurch geriet er jedoch selbst zunehmend unter Zeitdruck und musste schließlich ab der Hälfte von Stage 3 ohne große Pause bis zur letzten Wertungsprüfung durchziehen, um innerhalb des vorgegebenen 5h-Zeitfensters zu bleiben und keine Disqualifikation zu riskieren. Die fehlenden Erholungspausen machten sich anschließend deutlich bemerkbar: Erschöpft ging es direkt in die letzten Stages, in denen dann eher das sichere Durchrollen als echte Attacken im Vordergrund standen.


Am Ende bleibt ein Wochenende voller Kilometer, harter Stages, müder Arme und leerer Akkus – aber auch voller gemeinsamer Erinnerungen, Teamgeist und Begeisterung für den Endurosport.

Oder wie Deborah es passend zusammenfasste:„Bodybatterie nach drei anstrengenden Tagen fast bei 0 – mentale Batterie dafür wieder auf über 100 %.“

Eines steht für das gesamte Team bereits jetzt fest:Kouty 2027? Sehr wahrscheinlich sind die shredErz wieder am Start.


Start der Frauen (Foto:Verein)
Start der Frauen (Foto:Verein)

 

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